- Nearfood-Handelsmarken wachsen schneller als Industriemarken
- Rezession hat das Handelsmarkenwachstum aber nicht überproportional erhöht
- Niedrige Handelsmarken-Preise sind kein Garant für hohe Marktanteile
Frankfurt am Main
22. September 2009
Das Preisbewusstsein der Verbraucher hat zwar unter dem Einfluss der Wirtschaftskrise wieder zugenommen; somit profitierten die preiswerten Handelsmarken in den Drogeriewarensortimenten stärker vom Wachstum als die Industriemarken. Eine soeben erschienene Studie der Nielsen Company zur Entwicklung der Handelsmarken in den Nearfood-Warenklassen zeigt jedoch ein differenziertes Verbraucherverhalten in den verschiedenen Warengruppen. Dabei ist der Preis keineswegs immer ausschlaggebend für die Kaufentscheidung.
Im betrachteten Zeitraum 2006 bis 2009 zeigen die Handelsmarken laut Studie mit einem Zuwachs rund fünf Prozent eine deutlich stärkere Dynamik als die Herstel-lermarken (+ 2%). Diese Tendenz setzte sich nach Beobachtung von Nielsen auch im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum fort. Allerdings zeigt ein Vergleich mit den Halbjahresdaten vor dem Beginn der Wirtschaftskrise (1. HJ 2008:2007) ein noch etwas stärkeres Handelsmarkenwachstum (+ 5,2%) als im Rezessionszeitraum selbst (+4,6%) (siehe Abbildung 1). Das Fazit der Retail-Experten: Die Rezession hat das Handelsmarkenwachstum nicht überproportional erhöht.
Insgesamt zeigt sich im Nearfood-Bereich ein anhaltender Preisanstieg, der je nach Warengruppe zwischen ein und neun Prozent liegt. Dabei halten die Drogeriemärk-te weiterhin ein höheres Preisniveau als der Gesamtmarkt. Je nach Warengruppe gibt es jedoch deutliche Unterschiede in der Preisentwicklung von Handels- und In-dustriemarke: So haben beispielsweise die Drogeriemärkte im Bereich Körperpfle-ge die Preise für Handelsmarken kräftig erhöht (7,6%), während bei den Markenar-tikeln kaum Preissteigerungen wahrnehmbar sind (0,7%). Obwohl Haarpflegepro-dukte mit 61 Prozent eine besonders hohe Preisdifferenz zwischen Industrie- und Handelsmarke aufweisen, sind hier doch die Industriemarken eindeutig die Gewin-ner. „Auch der größte Preisabstand ist kein Garant für hohe Handelsmarkenantei-le“, unterstreichen Andreas Heim und Dr. Tanju Aygün, Retail-Experten bei The Nielsen Company, und resümieren: „Neben dem Preis beeinflussen auch andere ‚weiche’ Faktoren wie zum Beispiel der Verwendungszweck der Produkte oder die visuelle Präsenz der Artikel beim Konsumenten seine Kaufentscheidung.“
Die komplette Studie ist zum Preis von 900,- Euro zzgl. MwSt. bei The Nielsen Company, Frankfurt, zu beziehen.
Die Abbildungen zur Presseaussendung finden Sie HIER.
Über The Nielsen Company
The Nielsen Company ist ein führendes globales Informations- und Medienunternehmen, das seinen Kunden weltweit essentielle und integrierte Marketing- und Media-Informationen sowie Analysen und Branchenexpertise zur Verfügung stellt. Nielsen nimmt führende Marktpositionen in den Berei-chen Marketing- und Verbraucherinformationen, Media-Informationen zu Fernsehen, Online-, Mobil- und weiteren Medien, Fachmessen sowie Business Publications (Billboard, The Hollywood Repor-ter, Adweek) ein. Das in Privatbesitz befindliche Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern aktiv mit Hauptsitz in New York (USA). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nielsen.com sowie für Deutschland unter www.de.nielsen.com.
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Rückfragen zur Studie:
Dr. Tanju Aygün
Senior Client Executive
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