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Markenartikel-Industrie und Handel erwarten von Nielsen u. a. geographisch sinnvoll untergliederte Informationen zum effizienten Einsatz ihres Marketing-Mix. Als kleinste Einheit arbeitet Nielsen mit politischen Kreisen. Die größte Unterteilungseinheit sind in jedem Land, in dem Nielsen eine Gesellschaft hat, die Nielsen Gebiete.
Aufgrund der langen Erfahrungen in den bereits vorher existierenden Nielsen Niederlassungen in anderen Ländern wurden bei der Gliederung Deutschlands in Nielsen Gebiete einerseits demographische, soziale und strukturelle Bedingungen berücksichtigt, vor allem der Handelslandschaft. Die Berücksichtigung der Grenzen von Bundesländern erlaubt andererseits einen Vergleich zu den offiziellen Statistiken.
Verschiebungen und Veränderungen in der Struktur der Bundesrepublik im Laufe der Jahre wurden dabei nachvollzogen, so z. B. das zunehmende wirtschaftliche Gewicht der südwestlichen Region durch eine Aufteilung in Nielsen 3a und 3b oder nach der Wiedervereinigung Deutschlands die Einrichtung der Nielsen Gebiete 6 und 7 in den neuen Bundesländern. Die Gebiete 5 (=Berlin) und 6 (=Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg) wurden zum Jahresbeginn 2008 zusammengeführt, da die historische Bedeutung von Berlin als eigenes Kaufkraft- und Testgebiet nicht mehr den aktuellen Marktgegebenheiten entspricht.
Neben der Nutzung in Handel und Industrie eignet sich diese Aufteilung sehr gut für die Organisation und Verwaltung des Mediaeinsatzes bei Werbeagenturen sowie zur flächendeckenden Einrichtung von Kontaktstellen für Werbung und Vertrieb durch die verschiedenen Medien. Nicht zuletzt deshalb haben sich die Nielsen Gebiete als die allgemeine geographische Aufteilung durchgesetzt.
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